Im Rahmen von Erst- und weiterführenden Indikationsgesprächen werden zunächst die geschilderten Problembereiche eingegrenzt und konkretisiert. Die Dringlichkeit der Problembereiche sowie ggf. der Schwergrad der Symptomatik werden eingeschätzt (ICD-10 Diagnostik). Letztlich wird gemeinsam mit den Studierenden entschieden, welche Maßnahmen am besten geeignet sind, ihre Problem zu lösen.

Handelt es sich um eine eingrenzbare Problematik bzw. eine leichte Ausprägung einer Symptomatik, werden weitere Beratungssitzungen in der PBS angeboten und es erfolgt zunächst eine genaue Problem- und Zielanalyse. Bei stärker ausgeprägten Symptomen erfolgt eine Weitervermittlung in weiterführende Behandlungen.

Entsprechend der vielfältigen Problembereiche, können im Rahmen der Einzelberatung unterschiedlichste Interventionen zum Einsatz kommen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um die Bearbeitung von Studienproblemen durch den Einsatz geeigneter Lernstrategien, Techniken zum Zeitmanagement, Angstbewältigungsstrategien, Methoden für eine effektive Prüfungsvorbereitung sowie Strategien zum Umgang mit depressiven Symptomen. Die psychotherapeutische Beratung kann durch Informationsmaterial und Selbsthilfeliteratur ergänzt werden.

Die Anzahl der Beratungssitzungen variiert in Abhängigkeit der Problemlage. Es sind bis zu zehn Sitzungen möglich. Ein Gesprächstermin dauert in der Regel 45 Minuten.

Wir bieten psychologisch-psychotherapeutische Beratung bei allen psychischen Problemen im Studium und privaten Alltag an.

Viele Menschen erleben irgendwann einmal eine Zeit der Traurigkeit oder Lustlosigkeit. Wenn aber die Niedergeschlagenheit über eine längere Zeit anhält, andere Symptome, wie zum Beispiel Antriebsstörungen, Schlafprobleme, Appetitveränderungen, Grübeln, Konzentrationsprobleme oder gar Suizidgedanken hinzu kommen, könnte es sich um eine Depression handeln. Depressionen sind weit verbreitet. Nahezu jeder fünfte Mensch erlebt im Laufe seines Lebens zumindest einmal eine depressive Episode. Frühzeitig erkannte Depressionen sind dank verschiedener psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlungsverfahren gut behandelbar.

Unser Angebot:

In einem ersten Schritt erfolgt eine ausführliche diagnostische Untersuchung. Handelt es sich um eine deutliche depressive Episode, ist eine längere ambulante Psychotherapie indiziert. Bei leichterer Symptomatik werden in Einzelsitzungen in der PBS Informationen zum Thema Depression vermittelt und Strategien zur Stimmungsaufhellung und –stabilisierung erarbeitet. Typischerweise kommen hierbei zum Beispiel Strategien zur Tagesstrukturierung, zum Aufbau positiver Gedanken, zur Selbstwertsteigerung und zur Problemlösung zum Einsatz.

Neben der Einzelberatung bieten wir bei depressiven Verstimmungen auch spezielle Kurse an.

Viele Menschen sind in zwischenmenschlichen Situationen, z. B. einer Party, einem Referat oder einem Telefonat unsicher. Problematisch wird das, wenn sich die Aufregung so weit steigert, dass entsprechende Situationen vermieden oder nur unter starker Angst ertragen werden. Negative Gedanken nehmen dann meist überhand und es kommt zu starken körperlichen Symptomen wie Zittern, Erröten, Schwitzen oder Übelkeit. Resultat ist häufig sozialer Rückzug bis hin zur Isolation.

Unser Angebot:

In unserer Einzelberatung erfolgt anfangs eine diagnostische Einschätzung der sozialen Ängste. Bei stark ausgeprägter Symptomatik kann eine längere ambulante Psychotherapie angezeigt sein. Bei leichterer Belastung erfolgen in Einzelsitzungen in der PBS eine Analyse angstbesetzter Situationen und die Erarbeitung von Strategien zur Reduktion der Ängste und Aufbau von selbstsicherem und sozial kompetentem Verhalten. Dabei kommen zum Beispiel Rollenspiele, Verhaltensexperimente, Entspannungsübungen und positive Selbstinstruktion zum Einsatz.

Neben der Einzelberatung bieten wir bei sozialen Ängsten auch spezielle Kurse an.

Viele Studierende sind vor Prüfungen aufgeregt, was grundsätzlich auch normal und sinnvoll ist, da ein gewisses Maß an Aufregung die Konzentration und Leistungsfähigkeit fördert. Problematisch wird Prüfungsangst dann, wenn sie so stark ist, dass die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität deutlich darunter leiden. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn das Lernen oder Prüfungen vermieden werden, übermäßig und ohne Ausgleich gelernt wird oder Blackouts und Konzentrationsprobleme entstehen.

Unser Angebot:

In unserer Einzelberatung erfolgt anfangs eine diagnostische Einschätzung der Prüfungsangst. Bei stark ausgeprägten Prüfungsängsten kann eine längere ambulante Psychotherapie angezeigt sein. Bei leichterer Symptomatik werden in Einzelsitzungen in der PBS Strategien zur Verbesserung der Prüfungsvorbereitung, insbesondere des Zeitmanagement, des Lernverhaltens und der Motivation sowie Strategien zum Umgang mit Prüfungsangst vermittelt. Letztere zielen vor allem auf den Abbau angstauslösender Gedanken, die Anwendung von Entspannungstechniken, die Durchführung von Prüfungssimulationen und die Vermittlung von konkreten Verhaltenstipps für Prüfungssituationen ab.

Neben der Einzelberatung bieten wir bei Prüfungsangst auch spezielle Kurse sowie eine begleitete und eine offene Online-Beratung an.

Vielen Studierenden fällt es zu Beginn des Studiums schwer, ein für Sie passendes Lernverhalten zu etablieren. Dies verbessert sich meist im Studienverlauf. Überdauern Lernprobleme allerdings, kann dies zu Motivationslosigkeit und Aufschieben des Lernens bis hin zu Misserfolgen in Prüfungen oder dem Verschieben von Prüfungsleistungen führen. Häufig berichten Betroffene, dass sie nie gelernt haben, zu lernen. Der Studienabschluss gerät in Gefahr.

Unser Angebot:

In unserer Einzelberatung erfolgt eine ausführliche Analyse der Lern- und Leistungsprobleme, gegebenenfalls auch eine weitere differenzierte Diagnostik in der „Spezialsprechstunde bei Störungen der Leistungskompetenz (SLK)„. Nachfolgend werden individuelle Strategien zur Verbesserung des Lernverhaltens und der Arbeitsweise erarbeitet. Diese können z. B. die Bereiche Zeitmanagement, Lernen, Konzentration und Lernmotivation betreffen.

Neben der Einzelberatung bieten wir bei Lernproblemen auch spezielle Kurse an.

Häufig treten beim wissenschaftlichen Schreiben Probleme auf, deren Ursachen vielfältig sein können. So können zum Beispiel mangelnde Kenntnisse, fehlende Schreibpraxis und ungünstige Erfahrungen mit Schreibprojekten zu Versagensängsten und Schreibproblemen führen. Diese können in Aufschiebeverhalten und Vermeiden des Schreibens münden. Dadurch werden Erfolgserlebnisse sowie der Aufbau einer Schreibkompetenz verhindert und es kann zur Ausbildung einer Schreibblockade kommen.

Unser Angebot:

Unsere Einzelberatung zielt darauf ab, aus dem Teufelskreis von Ängsten und Vermeidungsverhalten auszusteigen. Wissenschaftliches Schreiben sehen wir als eine Kompetenz an, die durch kontinuierliche Übung verbessert werden kann.

Nach einer Analyse der individuellen Ursachen von Schreibproblemen sollen durch die Vermittlung konkreter Strategien und gezielter Schreibübungen der Einstieg in das Schreiben erleichtert und die Ängste sowie Schreibprobleme reduziert werden. Wichtige Ansatzpunkte sind dabei z. B. Verbesserung des Zeitmanagements, Steigerung der Motivation, Abbau blockierender und Aufbau schreibfördernder Gedanken.

Neben der Einzelberatung bieten wir bei Schreibproblemen auch spezielle Kurse sowie eine begleitete Online-Beratung an.